“Unterstütze Wikileaks” – Aktion der taz, FR und weiteren

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“Der Staat ist kein Selbstzweck und muss eine Konfrontation mit den eigenen Geheimnissen aushalten.”

So schreiben es die Initiatoren der Kampagne “Unterstützte Wikileaks”. Und Recht haben sie.

Man kann zu den moralischen Motivationen und der eigentlichen operativen Tätigkeit von Julian Assange und Wikileaks stehen wie man mag. Die Reaktionen der Politik, der Regierungen der Welt und einiger Unternehmen sind das eigentlich beschämende, nein erschreckende.

Die Bürger, wir, die durch diese tollen repräsentativen Demokratien vertreten werden, sollten die Wahrheit aushalten können, nein nicht können, sondern müssen. Dem Bürger in einem Staat ist es auch zuzumuten, unschöne Wahrheiten, knallharte Fakten und strategisches Vorgehen seiner Repräsentanten zu erfahren und zu verstehen. Nicht nur zuzumuten. Er hat ein Recht darauf. Wir sind, was die Entscheidungsfindung und -grundlagen des Handels der Repräsentanten angeht, nicht schützenswürdig, sondern vielmehr verpflichtet selbige zu erfahren.

Veröffentlichungen in der Form von Wikileaks sind daher dem Grunde nach geeignet, genau dieses Handeln zu offenbaren,  die Diskrepanz zwischen öffentlichen Gesicht und eigentlichen Intentionen. Solange Repräsentanten der Welt eine solche Diskrepanz leben, solange hat ein Medientool wie Wikileaks eine Daseinsberechtigung, eine sehr schützenswerte Daseinsberechtigung.

Der Link zur Aktion: http://bewegung.taz.de/aktionen/4wikileaks/beschreibung

UPDATE: Auch der Deutsche Journalisten Verband (DJV) schließt sich dem Aufruf an (Link).

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