“Unterstütze Wikileaks” – Aktion der taz, FR und weiteren

16. Dezember 2010 - Beitrag kommentieren

“Der Staat ist kein Selbstzweck und muss eine Konfrontation mit den eigenen Geheimnissen aushalten.”

So schreiben es die Initiatoren der Kampagne “Unterstützte Wikileaks”. Und Recht haben sie.

Man kann zu den moralischen Motivationen und der eigentlichen operativen Tätigkeit von Julian Assange und Wikileaks stehen wie man mag. Die Reaktionen der Politik, der Regierungen der Welt und einiger Unternehmen sind das eigentlich beschämende, nein erschreckende.

Die Bürger, wir, die durch diese tollen repräsentativen Demokratien vertreten werden, sollten die Wahrheit aushalten können, nein nicht können, sondern müssen. Dem Bürger in einem Staat ist es auch zuzumuten, unschöne Wahrheiten, knallharte Fakten und strategisches Vorgehen seiner Repräsentanten zu erfahren und zu verstehen. Nicht nur zuzumuten. Er hat ein Recht darauf. Wir sind, was die Entscheidungsfindung und -grundlagen des Handels der Repräsentanten angeht, nicht schützenswürdig, sondern vielmehr verpflichtet selbige zu erfahren.

Veröffentlichungen in der Form von Wikileaks sind daher dem Grunde nach geeignet, genau dieses Handeln zu offenbaren,  die Diskrepanz zwischen öffentlichen Gesicht und eigentlichen Intentionen. Solange Repräsentanten der Welt eine solche Diskrepanz leben, solange hat ein Medientool wie Wikileaks eine Daseinsberechtigung, eine sehr schützenswerte Daseinsberechtigung.

Der Link zur Aktion: http://bewegung.taz.de/aktionen/4wikileaks/beschreibung

UPDATE: Auch der Deutsche Journalisten Verband (DJV) schließt sich dem Aufruf an (Link).

Die Achse der Freiheit

16. Dezember 2010 - Beitrag kommentieren

Auch die US-Kongressbibliothek habe den Zugang zu WikiLeaks von ihren Computern aus unterbunden. Ähnliche Schritte habe es in China, Thailand, Pakistan und Marokko gegeben.

Link Tagesspiegel

Die digitalen Hausbesetzer. Der eigentliche Fortschritt durch die Wikileaks-Diskussion

15. Dezember 2010 - Beitrag kommentieren

Bei der Lektüre eines Kommentars von Andrian Kreye Artikel in der sueddeutschen (Link zum Artikel), in dem er sich sich in der Beschreibung der “Hacker”-Szene versucht, entstand vor meinem geistigen Auge ein amüsantes Bild. Die zumindest in den Medien als jugendliche Hacker wahrgenommene Bewegung, die im Zuge der Wikileaks-Vergeltungsfeldzüge verschiedene Unternehmen ob ihrer moralischen Verfehlungen mit DoS-Angriffen bestraften, könnte künftig in einer Reihe mit den Studentenbewegungen der 60er, der Hippie-Bewegung der 70er oder den Startbahnwest- und Atomkraftgegner der 80er genannt werden.

Der Kampf gegen das Establishment als Ziel. Allerdings nach den, wie von Kreye nett formuliert nach eigenen digitalen Naturgesetzen. Das sieht also ein wenig anders aus als früher. Zurück zum Bild:

Keine Straßenkämpfe mehr, keine Massendemos, keine Wasserwerfer. Der Aufrührer im Jahr 2010 sitzt in seiner Bude vor einem Rechner drei Monitoren (oder einem 27 Zoll Schirm) und agiert an mehreren Fronten:

  • Propaganda über SocialNetworks, Foren, ICQ etc. auf der einen Seite
  • Die eigentlichen Angriffe auf dem anderen Schirm
  • Und vielleicht auf dem verbleibenden Schirm ein kleiner Raid mit der Gilde im WoW.

Jeder kann sich, ohne seine 20 Grad warme Bude zu verlassen und den Schlafanzug auszuziehen, am digitalen Widerstand beteiligten und währenddessen noch Pizza essen.

Wenn das mal nicht der eigentliche Fortschritt ist.

Das Schwein an sich ist schon eine häßliche Sau

1. November 2010 - Beitrag kommentieren

Sent by Posterous.

Mein Hacker-Nachwuchs

20. Oktober 2010 - Beitrag kommentieren

In zwei Jahren verstehe ich nicht mehr, was die Kleine macht.

WordPress 3.0 ist da – Was ist neu?

20. Juni 2010 - Beitrag kommentieren

via t3n.de

Mal wieder ein Update. Die Zeit zwischen den WM Vorrunden-Spielen habe ich gerade zum Update genutzt. Aber was gibt es eigentlich Neues? Dazu mehr im Video von t3n.

Sent by Posterous.

Die Evolution der Geschäftsmodelle im Internet

23. Mai 2010 - Beitrag kommentieren

Fast ein Jahr nach der Abgabe der Diplomarbeit kam mir das Stück gestern doch noch mal unter in meinem digitalen Chaos hier auf dem Rechner. Da ich damals noch keine Bewertung hatte, wollte ich mit der Veröffentlichung noch ein wenig warten, nun doch fast ein Jahr, :) .

Daher spät aber wenigstens überhaupt hier die Diplomarbeit zum Fachwirt Online-Marketing bei der dda – die dialog akademie.


Die Evolution der Geschäftsmodelle bei Scribd direkt

Digitales Deutschland 2010 – Das Ende des goldenen Informationszeitalters?

19. Januar 2010 - Beitrag kommentieren

An die zweite Hälfte des ersten Jahrzehnts des 2 Jahrtausends (ja hat er’s bald) werden wir uns noch voller Sehnsucht erinnern und unseren Kindern und Enkeln hierüber erzählen. Vor dem Kamin (den gibt es auch künftig immer noch) fangen wir dann vielleicht an:

“Damals saß ich auf dem Weg zur Arbeit eine Stunde im ICE. Das war ein damals schnelles Fortbewegungsmittel, das kennt Ihr nicht mehr. Und in diesem Zug der Deutschen Bahn, das war auch mal ein großes Unternehmen, bevor es sich aus lauter Kundenzufriedenheitsstreben selbst aufgelöst hat, ja in diesem Zug also las ich jeden Morgen viele verschiedene Zeitungen und das im Internet mit meinem Laptop. Ja, es gab mehr als drei Zeitungen, meine Lieben. Aber stellt Euch vor. Das Ganze war auch kostenfrei. Man konnte einfach über einen Internet-Browser auf diese Zeitungen zugreifen und diese lesen. Kostenlos. Wow”

Vielleicht werden wir so eine Geschichte erzählen, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall macht der Dino New York Times wieder einmal mit dem PaidContent ernst und will seine Leser für ein Abo-Model begeistern (mehr hierzu).

Seit letzter Woche jedenfalls beschäftigt sich auch das deutsche Kartellamt mit dem Schocker Google vs. Deutsche Verleger. Und da das deutsche Kartellamt immer für eine Überraschung gut ist, könnte sich hieraus auch eine im Bezug auf die Internet- und Online-Wirtschaft für Deutschland möglicherweise eine richtungsweisende Entscheidung ergeben.

Wo steht das digitale Deutschland 2010?

Living “Don’t be evil”

13. Januar 2010 - 1 Kommentar

Google wird künftig sein Angebot an Services und Produkte in China nicht mehr zensieren oder sonstwie einschränken. Sollte dies aufgrund entgegenstehender Maßnahmen durch die chinesische Regierung nicht geduldet werden, würde Google auch die Konsequenz ziehen und sich vom chinesischen Markt verabschieden.

Hierzu Google im Firmenblog:

“We have decided we are no longer willing to continue censoring our results on Google.cn, and so over the next few weeks we will be discussing with the Chinese government the basis on which we could operate an unfiltered search engine within the law, if at all. We recognize that this may well mean having to shut down Google.cn, and potentially our offices in China.”

Nicht schlecht. Hintergrund dieser Entscheidung sind offenbar massive Versuche in der letzten Zeit in Google-Konten von in China aktiven Menschenrechtsaktivisten einzudringen.

Da kann man auf der einen Seite sagen, BigUp an Google für eine solche von sozialer und gesellschafterlicher Verantwortung geprägten Entscheidung, sich von einem nicht gerade uninteressanten Markt möglicherweise zu verabschieden.

Auf der anderen Seite zeigt Google hiermit natürlich auch, dass es neben sich, dem in Deutschland ja gerne reflexartig als mit bösen Absichten handelnden Datenkrake genannten Monopolisten, eigentlich erst anfängt böse zu werden, nämlich bei nicht-demokratischen, man könnte sagen, autoritäre Regierungen. Insofern ist die Entscheidung weiterhin als mutig, für einen Konzern dieser Größe vielleicht sogar als vorbildlich zu nennen und zu begrüßen.

Aber  die Abteilungen und Strategen der Image- und Öffentlichkeitsarbeit bei Google haben sich den eigentlichen Lorbeerkranz verdient, das alte Firmenmotto wieder mit Leben zu füllen und dem angekratzten Ruf ein wenig zu glätten. Dabei scheint der für Google ungewohnt niedrige chinesische Marktanteil von 20%  sicherlich bei der Entscheidungsfindung zudem geholfen haben.

Microsoft wird es freuen. Diese haben ja erst zum Ende des Jahres den chinesischen Suchmaschinenmarkt die oberste Priorität zuerkannt.

Bild: Danny Sullivan @flickr

Mal wieder ein kleines Redesign

11. Januar 2010 - Beitrag kommentieren

So, die Blogs sind zusammengeführt und ein kleines schlichtes Layout gefunden. Jetzt muss nur noch die Bildanbindung optimal gestaltet werden. Hier wünsche ich mir eine gute Kombination zwischen Picasa und WordPress. Mal sehen, was es so im Repository alles so gibt.

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