Endlich: der Fresstag

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Sechs Tage später bin ich endlich am Höhepunkt der Diät angekommen: dem offiziellen Fresstag. Nach einem guten proteinreichen Frühstück und anschließendem Glas Grapefruitsaft steht jetzt der totalen Versündigung für heute nichts mehr im Weg.

Auf der Karte stehen:

Da bin ich mal auf die morgendliche Wiegung gespannt.  Morgen wird kurz Wochen-Bilanz gezogen, was Fattyleaks so macht, was sonst die Woche gegessen wurde und wie man sich diesem Thema „Sport“ so langsam annähern könnte.

Der Anfang ist gemacht

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Die ersten 1 1/2 Tage ohne nahezu ein Kohlehydrat-Gramm sind vorbei. Und was soll ich sagen: ich lebe noch.

Dass das Ganze kein Spaß ist, musste ich beim Sonntagskaffee feststellen, wo ein wunderbarer frischer Apfelkuchen angeschnitten wurde (mit Mandeln), der für mich natürlich ausfiel. Noch fester klammerte ich mich an den schwarzen Kaffee.

Das Frühstück ist bisher die größte Umstellung, da dort ohne ein bis fünf Marmeladen-, respektive Nutellabrote bisher nichts bei mir ging. Das hat sich schon enorm geändert. Spannend wird es zudem jetzt unter der Woche, wenn ich die müden Knochen morgens um 6.00 aus dem Haus Richtung Arbeit scheuchen muss. Ein wenig Protein muss auch morgens rein. Brrrrrrr, lecker.

Das Fitness-Reporting findet man jetzt täglich aktualisiert auf dieser Seite: Fattyleaks.

Hier kurz dokumentiert, das bisherige Essen.

Planung abgeschlossen – los geht’s

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So. Die Tage der geistigen Vorbereitung auf die Läuterung des Körpers sind jetzt vorbei. Wie bereits geschrieben, ist das jetzige Handeln alternativlos. Also, leg los, Dicky.

Rückblick

Heute, Samstag wurde eingekauft. Ordentlich eingekauft für die künftigen Tagen. Ich hab mich dazu entschlossen, das ganze Projekt  im Rahmen einer slow-carb Diät anzugehen. Hört sich für mich am vernünftigsten und insbesondere sympathischsten an, inspiriert von Tim Ferriss, dem alten Lebensberater, der zum Thema vor einigen Wochen ein Buch veröffentlichte „the 4-hour-body“ (dazu in den kommenden Tagen mehr).

Für mich, als totalen Kohlenhydrat-Junky, ist das schon ein Wort. Kaum ein Tag in meinem Leben, an dem ich nicht Unmengen an Nudeln oder Kartoffeln in mich reingeschaufelt habe. Aber damit ist jetzt Schluss. Zumindest dem Plan nach. Morgen mit dem Frühstück geht es los. Kein leckeres Marmeladen-Brot mehr, kein Käse mehr auf frischen Brötchen.

Ziel

Über die letzten Tage hinweg hab ich bereits mit dem Wiegen des Kolosses begonnen. Im Durchschnitt bin ich immer schon auf die 105kg gekommen. Der interessantere Wert des Körperfettanteils bewegt sich bei 32,5 %. Das ist mal ein Ausgangspunkt, Fatty.

Ziel ist es jetzt, diesen total außer Form gekommen Körper auf 90kg bei einem Körperfettanteil unter 20% zu bekommen. Hehre Ziele, sag ich mir selbst. Aber ohne Herausforderung macht das ganze ja keinen Spaß. Genug gefeiert, zuwenig gelitten.

Die letzten Stunden werden noch genutzt, um eine Crème brûlée und sonstige liebgewonnene Schätze zu vernichten.

Jahr der Fitness durch totale Transparenz

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Meine 1 ¾ Jahre alte Tochter zeigte auf meinen Bauch und sagt: „Baby“.

Das war spätestens der Auslöser, sich mal Gedanken, wirklich tiefere Gedanken über die eigene körperliche Konstitution zu machen. Seit die 30 erreicht und mittlerweile weit überschritten sind, geht es bergab. Rapide. Körperlich.

Kurze Sprints zum ICE, Stockwerke oberhalb des 1. OG; alles ein Kraus in meiner Welt. Die Lunge schmerzt, die Waden stechen.

„Was ist hier los?“, fragt man sich, war man doch in den Zwanzigern noch ein einigermaßen fittes Bürschchen. Jetzt, 10 Jahre später, ca. 10 Stunden vor dem Rechner sitzend, will der alte Knochen, den man regelmäßig mit gut viel Fett, Kohlehydraten, Alkohol und sonstigen Leckereien überzieht, nicht mehr so ganz, wie man es sich geistig zumindest vorstellt.

Daher steht in diesem Jahr die körperliche Fitness mit im Mittelpunkt. Und damit das auch im Gegensatz zu den anderen Jahren vielleicht was wird, soll alles festgehalten, reported und berichtet werden. Totale Transparenz, knallharte Ehrlichkeit, ungeschönte Berichte.

Wer das kann, wer das wirklich ertragen kann, findet hier demnächst das regelmäßige Fitness-Update. Es ist, wie so vieles in diesen Tagen: alternativlos.

Klar, dass der wissen muss, wovon er spricht.

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“Die aktuelle Bewertung von Facebook ist irre, auch wenn etwa Goldman Sachs immer noch damit Geld verdienen könnte”, sagte Heilmann im Tagesspiegel. Der Mann muss wissen, wovon er spricht. Heilmann hat die Werbeagentur Scholz & Friends mitgegründet und ist stellvertretender Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Berlin.”

Quelle: http://meedia.de/nc/details-topstory/article/50-milliarden—facebook-heillos-berbewertet_100032418.html

Ethnische Warteschlangen

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Im Anti-Terror-Kampf wollen deutsche Flughäfen zu umstrittenen Maßnahmen greifen: Passagiere könnten bei Kontrollen künftig in Risikogruppen eingeteilt und unterschiedlich scharf überprüft werden. Nach israelischem Vorbild sollen dabei Alter, Geschlecht und ethnische Herkunft eine Rolle spielen.

Quelle: spon

Prima Idee von den Jungs. Als saarländischer Konvertit aus dem beschaulichen Neunkirchen dürfte das Einchecken künftig ein wenig länger dauern.

Künftiger EU Boss zensiert auch schon mal

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Nicht schlecht, diese Ungarn:

Tatsächlich bietet das neue Gesetz der Regierung ab dem 1. Januar 2011 die Möglichkeit, nach eigenem Belieben nicht nur die staatlichen, sondern auch private Medien und das Internet zu kontrollieren. Diese Aufgabe kommt der neu geschaffenen Medienbehörde NMHH zu. Sollte diese künftig in der Berichterstattung etwas entdecken, das sie als Verstoß gegen allgemeines Interesse oder gegen öffentliche Sitten betrachtet, kann die Behörde Geldstrafen verhängen.

Quelle: Zeit Online

Das “allgemeine Interesse” liest man gerne in Gesetzestexten. Da kann sich dann jeder selbst zusammenreimen, was dem zuwiderläuft.

Und die Jungs führen die EU als Ratspräsidenten an ab 2011. Na viel Spaß. Wollen wir nicht auch Weißrussland in die EU aufnehmen?

“Unterstütze Wikileaks” – Aktion der taz, FR und weiteren

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“Der Staat ist kein Selbstzweck und muss eine Konfrontation mit den eigenen Geheimnissen aushalten.”

So schreiben es die Initiatoren der Kampagne “Unterstützte Wikileaks”. Und Recht haben sie.

Man kann zu den moralischen Motivationen und der eigentlichen operativen Tätigkeit von Julian Assange und Wikileaks stehen wie man mag. Die Reaktionen der Politik, der Regierungen der Welt und einiger Unternehmen sind das eigentlich beschämende, nein erschreckende.

Die Bürger, wir, die durch diese tollen repräsentativen Demokratien vertreten werden, sollten die Wahrheit aushalten können, nein nicht können, sondern müssen. Dem Bürger in einem Staat ist es auch zuzumuten, unschöne Wahrheiten, knallharte Fakten und strategisches Vorgehen seiner Repräsentanten zu erfahren und zu verstehen. Nicht nur zuzumuten. Er hat ein Recht darauf. Wir sind, was die Entscheidungsfindung und -grundlagen des Handels der Repräsentanten angeht, nicht schützenswürdig, sondern vielmehr verpflichtet selbige zu erfahren.

Veröffentlichungen in der Form von Wikileaks sind daher dem Grunde nach geeignet, genau dieses Handeln zu offenbaren,  die Diskrepanz zwischen öffentlichen Gesicht und eigentlichen Intentionen. Solange Repräsentanten der Welt eine solche Diskrepanz leben, solange hat ein Medientool wie Wikileaks eine Daseinsberechtigung, eine sehr schützenswerte Daseinsberechtigung.

Der Link zur Aktion: http://bewegung.taz.de/aktionen/4wikileaks/beschreibung

UPDATE: Auch der Deutsche Journalisten Verband (DJV) schließt sich dem Aufruf an (Link).

Die digitalen Hausbesetzer. Der eigentliche Fortschritt durch die Wikileaks-Diskussion

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Bei der Lektüre eines Kommentars von Andrian Kreye Artikel in der sueddeutschen (Link zum Artikel), in dem er sich sich in der Beschreibung der “Hacker”-Szene versucht, entstand vor meinem geistigen Auge ein amüsantes Bild. Die zumindest in den Medien als jugendliche Hacker wahrgenommene Bewegung, die im Zuge der Wikileaks-Vergeltungsfeldzüge verschiedene Unternehmen ob ihrer moralischen Verfehlungen mit DoS-Angriffen bestraften, könnte künftig in einer Reihe mit den Studentenbewegungen der 60er, der Hippie-Bewegung der 70er oder den Startbahnwest- und Atomkraftgegner der 80er genannt werden.

Der Kampf gegen das Establishment als Ziel. Allerdings nach den, wie von Kreye nett formuliert nach eigenen digitalen Naturgesetzen. Das sieht also ein wenig anders aus als früher. Zurück zum Bild:

Keine Straßenkämpfe mehr, keine Massendemos, keine Wasserwerfer. Der Aufrührer im Jahr 2010 sitzt in seiner Bude vor einem Rechner drei Monitoren (oder einem 27 Zoll Schirm) und agiert an mehreren Fronten:

  • Propaganda über SocialNetworks, Foren, ICQ etc. auf der einen Seite
  • Die eigentlichen Angriffe auf dem anderen Schirm
  • Und vielleicht auf dem verbleibenden Schirm ein kleiner Raid mit der Gilde im WoW.

Jeder kann sich, ohne seine 20 Grad warme Bude zu verlassen und den Schlafanzug auszuziehen, am digitalen Widerstand beteiligten und währenddessen noch Pizza essen.

Wenn das mal nicht der eigentliche Fortschritt ist.