Digitales Deutschland 2010 – Das Ende des goldenen Informationszeitalters?

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An die zweite Hälfte des ersten Jahrzehnts des 2 Jahrtausends (ja hat er’s bald) werden wir uns noch voller Sehnsucht erinnern und unseren Kindern und Enkeln hierüber erzählen. Vor dem Kamin (den gibt es auch künftig immer noch) fangen wir dann vielleicht an:

„Damals saß ich auf dem Weg zur Arbeit eine Stunde im ICE. Das war ein damals schnelles Fortbewegungsmittel, das kennt Ihr nicht mehr. Und in diesem Zug der Deutschen Bahn, das war auch mal ein großes Unternehmen, bevor es sich aus lauter Kundenzufriedenheitsstreben selbst aufgelöst hat, ja in diesem Zug also las ich jeden Morgen viele verschiedene Zeitungen und das im Internet mit meinem Laptop. Ja, es gab mehr als drei Zeitungen, meine Lieben. Aber stellt Euch vor. Das Ganze war auch kostenfrei. Man konnte einfach über einen Internet-Browser auf diese Zeitungen zugreifen und diese lesen. Kostenlos. Wow“

Vielleicht werden wir so eine Geschichte erzählen, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall macht der Dino New York Times wieder einmal mit dem PaidContent ernst und will seine Leser für ein Abo-Model begeistern (mehr hierzu).

Seit letzter Woche jedenfalls beschäftigt sich auch das deutsche Kartellamt mit dem Schocker Google vs. Deutsche Verleger. Und da das deutsche Kartellamt immer für eine Überraschung gut ist, könnte sich hieraus auch eine im Bezug auf die Internet- und Online-Wirtschaft für Deutschland möglicherweise eine richtungsweisende Entscheidung ergeben.

Wo steht das digitale Deutschland 2010?

Living „Don’t be evil“

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Google wird künftig sein Angebot an Services und Produkte in China nicht mehr zensieren oder sonstwie einschränken. Sollte dies aufgrund entgegenstehender Maßnahmen durch die chinesische Regierung nicht geduldet werden, würde Google auch die Konsequenz ziehen und sich vom chinesischen Markt verabschieden.

Hierzu Google im Firmenblog:

„We have decided we are no longer willing to continue censoring our results on Google.cn, and so over the next few weeks we will be discussing with the Chinese government the basis on which we could operate an unfiltered search engine within the law, if at all. We recognize that this may well mean having to shut down Google.cn, and potentially our offices in China.“

Nicht schlecht. Hintergrund dieser Entscheidung sind offenbar massive Versuche in der letzten Zeit in Google-Konten von in China aktiven Menschenrechtsaktivisten einzudringen.

Da kann man auf der einen Seite sagen, BigUp an Google für eine solche von sozialer und gesellschafterlicher Verantwortung geprägten Entscheidung, sich von einem nicht gerade uninteressanten Markt möglicherweise zu verabschieden.

Auf der anderen Seite zeigt Google hiermit natürlich auch, dass es neben sich, dem in Deutschland ja gerne reflexartig als mit bösen Absichten handelnden Datenkrake genannten Monopolisten, eigentlich erst anfängt böse zu werden, nämlich bei nicht-demokratischen, man könnte sagen, autoritäre Regierungen. Insofern ist die Entscheidung weiterhin als mutig, für einen Konzern dieser Größe vielleicht sogar als vorbildlich zu nennen und zu begrüßen.

Aber  die Abteilungen und Strategen der Image- und Öffentlichkeitsarbeit bei Google haben sich den eigentlichen Lorbeerkranz verdient, das alte Firmenmotto wieder mit Leben zu füllen und dem angekratzten Ruf ein wenig zu glätten. Dabei scheint der für Google ungewohnt niedrige chinesische Marktanteil von 20%  sicherlich bei der Entscheidungsfindung zudem geholfen haben.

Microsoft wird es freuen. Diese haben ja erst zum Ende des Jahres den chinesischen Suchmaschinenmarkt die oberste Priorität zuerkannt.

Bild: Danny Sullivan @flickr

Mal wieder ein kleines Redesign

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So, die Blogs sind zusammengeführt und ein kleines schlichtes Layout gefunden. Jetzt muss nur noch die Bildanbindung optimal gestaltet werden. Hier wünsche ich mir eine gute Kombination zwischen Picasa und WordPress. Mal sehen, was es so im Repository alles so gibt.